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Andererseits galt es wirtschaftlich eine Situation zu schaffen, die ihm per Saldo die berufsmäßige Führung seiner Schweißhunde
ermöglichte.
Berufsmäßig,
im Sinne der häufig – und jederzeitigen
Verfügbarkeit -: „Nachsuchen müssen gemacht werden, wenn sie anstehen, ohne Rücksicht auf Wochen- und Feiertage, Büro- oder Geschäftsschluss.“
Selbst in den drei Monaten der relativen Jagdruhe (Februar, März, April) kam es zu Nachsuchen;
natürlicherweise ohne Voranmeldung, also auch hier Bereitschaft.
Darüber hinaus wurden gerade diese Monate den Nachwuchshunden gewidmet.
Berufsmäßig auch im Sinne des Begriffs „Berufung“, deshalb seinerseits kein Jammern und Klagen.
Sein erster, auf der Krankfährte zum Einsatz gelangter Hund war ein Kurzhaardackel, - er bekam ihn mit vierzehn – und er war
sechzehn, als dieser Hund nach damaliger Sicht der Dinge brauchbare Nachsuchen machte.
Bis zu seinem 21. Lebensjahr schaute er neben Ausbildung und Beruf einem erfahrenen
Schweißhundführer über die Schulter, um danach eigenständig zu arbeiten.
Seitdem hatte er über 3.500 Nachsuchen durchgeführt. Er hielt durchschnittlich 4 – 5
Hunde: Haupthund, Nachwuchshunde und Hetzhunde.
Es bestand Mitgliedschaft in den verschiedensten Schweißhundvereinen.
Karlheinz Lattemann war jedoch nie ein „Vereinsmensch“.
Er hatte selbst Fehden in Kauf genommen, wenn es der Sache diente.
Seine Kritik am Landesjagdverband Ende der achtziger Jahre, dilettantische Fährtenhundführung hinzunehmen und zu begünstigen, brachte ihm nicht nur Freunde ein. Allerdings verbesserten sich die
Verhältnisse umgehend deutlich.
Dabei hatte er sich selbst betreffend größte Maßstäbe
angelegt, aber nie einen Unfehlbarkeitsanspruch erhoben. Er hatte immer daran erinnert, dass da, wo Lebewesen zusammenwirken, auch Fehler und Fehleinschätzungen möglich und natürlich sind.
Die Märkische Kreisjägerschaft verlieh ihm die bronzene, silberne und goldene Rüdemann-Plakette.
Auf dreimal Gold für Schweißhundführung des Jagdgebrauchshund-Verbandes hatte er verzichtet, da er hierfür die Daten der
Reviere, Pächter und Schützen hätte preisgeben müssen.
Das war mit ihm nicht zu machen.
Nach seiner Meinung gehörten die Daten von Hilfesuchenden nicht in die Hände von Klubs und Vereinen.
„Eine ernsthaft betriebene, den heutigen Ansprüchen und Erfordernissen entsprechende Schweißhundstation ist
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